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Ortsverein steht vor wichtigen Veränderungen

Vorsitzender will Politiker werden

Traditionell kurz vor Weihnachten besuchen die Bürgermeister die DRK-Rettungswache in Bad Lippspringe (von links): Martin Münsterteicher, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Paderborn, Rüdiger Kache, stellvertretender DRK-Vorstand, Wachleiter Alfons Twielemeier, Vorstand Dr. Erik Ernst, die Bürgermeister Ulrich Knorr (Schlangen) und Andreas Bee (Bad Lippspringe), Rettungssanitäterin Lena Haß und im Rettungswagen Notfallsanitäter Gerrit Fiebig. Foto: Klaus Karenfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Ortsverein Bad Lippspringe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stehen die Zeichen auf Veränderung: Vorsitzender Dr. Erik Ernst und sein Stellvertreter Rüdiger Kache werden im März 2020 ihre Ämter aufgeben.

Ernst, der auch Vorsitzender des Ballspielvereins Bad Lippspringe ist, will sich bei der Kommunalwahl am 13. September kommenden Jahres um ein Ratsmandat bewerben. „Ich habe meiner Frau versprochen, dann an anderer Stelle kürzer zu treten und werde deshalb mein Amt als DRK-Ortsvereinsvorsitzender aufgeben“, sagte Ernst beim traditionellen Weihnachtsbesuch der Bürgermeister.

Weitergehende politische Ambitionen hat Ernst nach eigener Aussage nicht. Eine Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl 2020 schließt der Chefarzt der Karl-Hansen-Klinik ausdrücklich aus.

Auch Rüdiger Kache hat seinen Abschied angekündigt. Der Journalist wird im bevorstehenden Kommunalwahlkampf die Kreis-CDU unterstützen; darüber hinaus ist er auch für den CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke tätig.

Ernst war zunächst anderthalb Jahre Co-Vorsitzender von Dr. Hans-Peter Brackmann, seit 2016 steht er allein an der Spitze des DRK-Ortsvereins. Kache ist seit dieser Zeit sein Stellvertreter.

2019 hat es bereits Veränderungen anderer Art gegeben: Die Verantwortung für die Bad Lippspringer Rettungswache ist am 1. April vom DRK-Ortsverein auf den DRK-Kreisverband Paderborn übergegangen. Ernst spricht in diesem Zusammenhang von einem wichtigen wie notwendigen Schritt: „Eine Rettungswache ist mit so vielen unterschiedlichen und komplexen Aufgaben verbunden, für die in heutiger Zeit kein ehrenamtlich tätiger Verein mehr verantwortlich sein kann.“

Martin Münsterteicher, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, attestierte dem Ortsverein „über all die Jahre vorbildliche Arbeit geleistet zu haben“. Die Rettungswache zeichne sich durch hoch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter aus.

Traditionell kurz vor Weihnachten bekommt die Rettungswache auch Besuch von Bürgermeister Andreas Bee und seinem Schlänger Amtskollegen Ulrich Knorr. „Einsatz und Engagement der 21 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter verdienen unser aller Respekt“, betonten die beiden übereinstimmend. Als kleines Dankeschön übergaben die Bürgermeister einen Gutschein für ein gemeinsames Frühstück.

Die Rettungswache in Bad Lippspringe existiert seit mittlerweile 22 Jahren. Vom Standort Detmolder Straße 174 aus wird auch das Gebiet der Nachbargemeinde Schlangen mit betreut. Seit 2013 hat die Sennerandgemeinde eine eigene Rettungswache. Der DRK-Rettungsdienst Bad Lippspringe kommt seitdem täglich nur noch in der Zeit von 22 Uhr abends bis 7 Uhr morgens in Schlangen zum Einsatz.

1. Januar 2020 07:00 Uhr. Alter: 94 Tage