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Neujahrsempfang des Deutschen Roten Kreuzes

Das Ehrenamt, momentan besonders in Verbindung mit dem Großeinsatz für Flüchtlinge war das beherrschende Thema des diesjährigen Neujahrsempfangs des Roten Kreuzes.

Foto: DRK:

Ein ausführlicher Überblick des Vorsitzenden Dr. Peter Brackmann über die zahlreichen ständigen Aufgaben und Aktionen des Ortsvereins zeugte von den ehrenamtlichen Leistungen beim örtlichen DRK. Die augenblickliche Situation für das Ehrenamt ist durch den großen Zustrom an Flüchtlingen ins fast Unermessliche gestiegen.

 

Torsten Claus, Führungskraft in der Schnellen Eingreifgruppe (SEG) des Ortsvereins betonte, er sei bei den ehrenamtlichen Aktiven angetreten, um Hilfe für die Allgemeinheit zu leisten, mit viel Engagement und Verantwortung, zusätzlich zu der normalen Bereitschaft und Einsätzen im Sanitätsdienst, der Technischen Hilfeleistung sowie im Katastrophenschutz. Die massiv hinzugekommene Arbeitsbelastung mit den Flüchtlingen erfordere jedoch seine ganze Kraft an der Basis. Allein der unerwartete plötzliche Aufbau neuer Flüchtlingsunterkünfte sei eine enorme körperliche Anstrengung über unzählige Stunden für alle Aktiven und das zusätzlich zum normalen Arbeitsprozess. So opfere jeder seine wertvolle Freizeit auch auf Kosten der Familie. Leider fehle jedoch oft die entsprechende Anerkennung durch die Allgemeinheit.

 

Über die Flüchtlingsunterkunft im Lager Staumühle berichtete Rettungsassistent und Rotkreuzleiter Karsten Kinzel und vermittelte einen Einblick von der Gewaltleistung der Aktiven. In tagelangem 24-Stunden-Einsatz beteiligten sich dort die ehrenamtlichen Helfer aller DRK-Ortsvereine im Kreisgebiet Paderborn.

 

Willi Schmidt, ehemaliger Bürgermeister der Badestadt und jetzt stellvertretender DRK-Kreisvorsitzender, berichtete über seine neue Hauptaufgabe im DRK, als Koordinator bei der Flüchtlingsunterbringung und Betreuung. Der Landschaftsverband Westfalen Lippe betreut augenblicklich mit 1430 Hauptamtlichen und 270 ehrenamtlichen Kräften  10.500 Flüchtlinge in 78 Einrichtungen und das jeden Tag rund um die Uhr.

 

Im Kreisgebiet Paderborn war auch innerhalb von drei Tagen eine Mammutaufgabe zu bewältigen. In Tag- und Nachtarbeit wurden aus dem Nichts drei Notunterkünfte hergerichtet, Betten und Stellwände aufgestellt und die Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgt. Von der Zahnbürste bis zu Kinderwindeln war unendlich viel zu beschaffen. Insgesamt waren für das Projekt 4.528 Arbeitsstunden erforderlich. Augenblicklich sind im Kreisgebiet 28 hauptamtliche Kräfte und 82 Ehrenamtliche tätig. „Die Ankommenden sind Menschen in Not. Der Hilfe  und Betreuungsaufgabe stellen wir uns. Zurück kommt die große Dankbarkeit und Bescheidenheit der Bedürftigen. Das ist jeder Arbeit wert,“ so Schmidt.

 

Der DRK-Ortsverein Bad Lippspringe ist der Anschaffung einer mobilen Sanitätsstation einen Schritt näher gekommen. Der Bürgerschützenverein Bad Lippspringe überreichte dem Vorsitzenden  Dr. Peter Brackmann im Rahmen des DRK-Neujahrsempfangs einen Spendenscheck in Höhe von 3000 Euro. Zuvor zeigte die  Klumpsackkompanie bereits ihre große Spendenbereitschaft mit einem Scheck über 500 Euro, überreicht durch deren Hauptmann Frank Täubert. Beide Spenden nahm Dr. Brackmann hoch erfreut mit Dank entgegen.

„Diese Spende ist auch ein Dankeschön für die jahrelange und gute Zusammenarbeit zwischen DRK und dem Bürgerschützenverein, insbesondere in der Zeit über Vogelschießen und Schützenfest“, so Oberst Josef Thöne.

Der DRK-Ortsverein plant mit Blick auf die Landesgartenschau 2017 den Kauf einer mobilen Sanitätsstation. Damit soll die sanitäts-dienstliche Betreuung der Großveranstaltung sichergestellt werden. Die Kosten für den Spezial-Anhänger belaufen sich allerdings auf 52.500 Euro. Ein Betrag, den der Ortsverein aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Die Stadt gewährte zur Anschub-Finanzierung bereits 7.500 Euro, die Bürgerschützen zogen jetzt mit diesem namhaften Betrag nach. „Die Station kommt ja nicht nur der Landesgartenschau zugute, sie wird künftig bei vielen Veranstaltungen in der Stadt im Einsatz sein und ist damit eine gute Investition in die Zukunft“, so Thöne.

Die Spende kommt aus dem Schützenfonds. Der besteht seit 1998 und wird jedes Jahr durch Zuwendungen der Schützen über die Festtage und den Einsatz der Schützen am Weihnachtsmarkt finanziert. Bislang wurden so schon mehr als 65.000 für karitative Zwecke gesammelt.

28. Januar 2016 09:05 Uhr. Alter: 3 Jahre