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Bad Lippspringe
(2004). Der diesjährige Neujahrsempfang des DRK-Ortsvereins stand ganz im
Zeichen des 125-jährigen Jubiläums.
Vorsitzender Dr. Peter
Brackmann erinnerte an den Festakt zum 90-jährigen Bestehen des Ortsvereins
im vergangenen Jahr. DRK-Aktiver Jürgen Reuter, der aus persönlicher Passion
ein örtliches DRK-Museum geschaffen hat und dabei intensive
Archiv-Nachforschungen anstellte, fand in alten Aufzeichnungen die
Gründungsurkunde des "Vaterländischen Frauenvereíns", aus dem später der
DRK-Ortsverein hervorging. Gründungstag ist der 24. Dezember 1879. Somit
alterte der Ortsverein der Badestadt innerhalb eines Jahres um 35 Jahre!
Carin Hell,
Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, sprach ihren Dank
aus, für 125 Jahre ehrenamtliche Arbeit im Dienst am Nächsten. 24.500 Aktive
engagieren sich ehrenamtlich im Landesverband WL. Das Engagement der
gemeinsamen Hilfe verbindet die Völker untereinander, wie die weltweite
Hilfsbereitschaft bei der Flutkatastrophe in Süd-Ost-Asien aktuell zeigt. In
181 Ländern leisten das Rote Kreuz und der Rote Halbmond unermüdliche Hilfe.
In Bad Lippspringe
erfüllt der DRK-Ortsverein ein umfangreiches Aufgabenspektrum, so Carin
Hell. Für die außerordentlich positive Arbeit in 125 Jahren überreichte die
Vizepräsidentin als Dank und Anerkennung eine Ehrenurkunde und die „Henry-Dunant-Plakette“
an Vorsitzenden Dr. Brackmann.
Uwe Jürgens,
DRK-Kreisvorsitzender, ging auf die Historie des Ortsvereins ein. Die Idee,
Opfern von Kriegen und Katastrophen organisierte Hilfe zuteil werden zu
lassen, hatte Henry Dunant nach der Schlacht von Solferino. 1863 wurde die
„Genfer gemeinnützige Gesellschaft“, das heutige Internationale Komitee des
Roten Kreuzes gegründet, aus dem später die internationalen
Rotkreuzgesellschaften hervorgingen. Heute ist das Rote Kreuz eine
Organisation von Weltformat. In zahlreichen Katastrophenfällen zeigte sich
die selbstlose Hilfsbereitschaft zum Wohle der Notleidenden. Jürgens rief
den Ortsverein auf in der Nachfolge von Dunant den Menschen in Not und
Bedrängnis weiterhin zu helfen und Arbeit bei örtlichen und weltweiten
Hilfsaktionen ehrenamtlich zu leisten.
Vorsitzender Dr.
Brackmann nannte die spontane, große Spendenbereitschaft der Bevölkerung für
die Flutopfer, beeindruckend. Sie lasse auf eine große Akzeptanz des DRK
schließen. Brackmann erinnerte erneut nachdrücklich an die Spendenkonten bei
den örtlichen Banken, die weiterhin eingerichtet bleiben.
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